Abweichende Öffnungszeiten

Ausstellung im Landeshauptarchiv Koblenz

Höfisches Leben am Mittelrhein unter Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Trier (1739-1812)

Erfolgreiche Buchvorstellung im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz

Am 27. Juli 2012 jährt sich der Todestag des letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus, der sehr eng mit der Stadt Koblenz und der Region verbunden war, zum 200. Mal. Dies nahm die Landesarchivverwaltung am 31. Mai zum Anlass, um einer sehr interessierten Öffentlichkeit eine Neuveröffentlichung zu präsentieren, die mit bisher weitgehend unveröffentlichtem Quellenmaterial das Leben und Wirken des Kurfürsten und Erzbischofs würdigt.  Den Autoren der Publikation "Höfisches Leben  am Mittelrhein unter Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Trier (1739-1812)", Dr. Peter Brommer und Dr. Achim Krümmel, ist es damit gelungen, das Leben und den Alltag des Kurfürsten im Umfeld seiner höfischen Gesellschaft in all ihren Facetten erfahrbar zu machen.  

Die Veranstaltung im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz, die eine sehr positive Resonanz fand, wurde durch den Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Herrn Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, eingeleitet. Im Anschluss erläuterte die Leiterin der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Frau Dr. Elsbeth Andre, welche Bedeutung  Clemens Wenzeslaus u.a. für die  Stadt Koblenz gehabt hat und dies nicht  nur durch seine Residenz, das Schloss, sondern auch durch weitere städtebauliche Entwicklungen, die er eingeleitet habe. ?Bis heute nimmt er im Bewusstsein der Koblenzerinnen und Koblenzer eine markante und besondere Stellung ein.? Frau Dr. Andre bedankte sich bei den Autoren und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landeshauptarchivs für ihr Engagement, ohne das die vorliegende Publikation und die begleitende Ausstellung nicht möglich gewesen wären.

Auch Ministerpräsident Kurt Beck und Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier, betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des letzten Trierer Kurfürsten für die Geschichte des Landes in weltlicher und geistlicher Hinsicht und bedankten sich bei den Autoren sowie dem Landeshauptarchiv für ihr Engagement, dessen Ergebnis in Form der Publikation ?Höfisches Leben am Mittelrhein unter Kurfürst Clemens Wenzeslaus? zu einem besseren Verständnis unserer Geschichte beitragen werde.

In ihrem Festvortrag stellten die Autoren Dr. Peter Brommer und Dr. Achim Krümmel die beeindruckenden Ergebnisse ihrer intensiven Recherche zum Leben und Wirken des letzten Kurfürsten vor und präsentierten eine Auswahl der zahlreichen Abbildungen, die in der Neuerscheinung Verwendung gefunden haben.  

Die Publikation zum 200. Todestag des letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus, die für 29 Euro im Buchhandel oder über das Landeshauptarchiv erhältlich ist, wird bis zum 27. Juli 2012 durch eine Ausstellung im Landeshauptarchiv Koblenz ergänzt.

Ausstellung im Landeshauptarchiv Koblenz

Eine Stadt im Umbruch. Koblenz in den 1960er Jahren.

Erfolgreiche Ausstellungseröffnung im Landeshauptarchiv Koblenz

Eine Stadt im Umbruch: Koblenz in den 1960er Jahren.

Ein vergleichender fotografischer Spaziergang

Wie sehr sich die Stadt an Rhein und Mosel seit den 1960er Jahren verändert hat, zeigt mit eindrucksvollen Luftbildaufnahmen des Fotografen Helmut Kohaut (1925 bis 1996) aus Ochtendung eine Ausstellung des Landeshauptarchivs Koblenz, die am 17. August 2012 eröffnet wurde. 

Nach der Begrüßung durch die Leiterin der Landesarchivverwaltung, Frau Dr. Elsbeth Andre gab Frau Schunk-Heller, Mitarbeiterin der Bildagentur des Landeshauptarchivs Koblenz eine Einführung in die Ausstellung und in die Arbeit des Fotografen Helmut Kohaut. 

Die präsentierte Auswahl der Luftbilder ermöglicht dem Ausstellungsbesucher aber nicht nur einen interessanten ?fotografischen Spaziergang? durch das Koblenz der 1960er Jahre. Um die Entwicklung der Stadt als bedeutender Teil des Weltkulturerbes Mittelrhein und Gastgeber der Bundesgartenschau 2011 zu dokumentieren, wurden den Luftbildern aus den 1960er Jahren jeweils aktuelle Aufnahmen gegenübergestellt. Hierdurch wird der Wandel der Stadt und die Bemühungen um den Erhalt der historischen Bausubstanz deutlich.

Besonders erfreut zeigten sich die Initiatoren der Ausstellung über den Besuch von Frau Kohaut, die viele interessante Details aus dem Arbeitsleben ihres verstorbenen Gatten erzählen konnte.

Die Ausstellung der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz im Landeshauptarchiv Koblenz ist

vom 17. August bis 26. Oktober 2012,

Mo ? Do von 9:00 ? 17:00 Uhr, Fr 9:00 ? 15:45 Uhr,

zu sehen.

Der Eintritt ist frei!

Nachruf!

Prof. Dr. Franz-Josef Heyen

2.5.1928 - 1.9.2012

Am 1. September 2012 verstarb der langjährige Direktor der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz und des Landeshauptarchivs Koblenz, Herr Prof. Dr. Franz-Josef Heyen.

Sein ganzes Leben hatte er dem Aufbau und der Förderung des rheinland-pfälzischen Archivwesens und der Landesgeschichte gewidmet. Er prägte das Gesicht nicht nur der Landesarchivverwaltung und des Landeshauptarchivs, sondern der gesamten rheinland-pfälzischen Archivlandschaft.

Unermüdlich in seinem Einsatz bereicherte er die historische Forschung in und über Rheinland-Pfalz durch viele bahnbrechende Studien und bis heute maßgebliche Publikationen. Seine Verdienste reichen weit über die Landesgrenzen hinaus. Besonders hervorzuheben sind sein lebenslanges und nachhaltiges Engagement für die Kunst und Kultur des Landes, aber auch für die Denkmalpflege.

Prof. Heyen war zudem zeitlebens in beeindruckender Weise sozial und ehrenamtlich engagiert, so unter anderem als Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Kunst des Mittelrheins, als Präsident der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte, als Vorstandsmitglied des Arbeitskreises landeskundlicher Vereinigungen und Geschäftsführer der Kommission des Landtags für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz. 

Der Landesarchivverwaltung und dem Landeshauptarchiv Koblenz gab er Form und Gestalt. Seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war er stets Vorbild und Inspiration. Wir werden seinen Rat, seine Weitsicht, seine überragenden  Fachkenntnisse, aber auch seinen Humor und seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn  vermissen und ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.

  

Dr. Beate Dorfey                                                  Adalbert Rosenbaum

 

Stellv. Leiterin                                                      Bezirkspersonalrat
Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz/
Landeshauptarchiv Koblenz

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2012/2013

Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte

Digitale Daten für die Ewigkeit?

Großer Andrang beim 4. Behördentag im Landeshauptarchiv Koblenz

Das Thema traf offensichtlich den Nerv der Zeit: Vertreter aus nahezu allen Behörden drängten sich im Lesesaal des Landeshauptarchivs Koblenz, um sich über die Gefahren und Risiken, aber auch Chancen und Problemlösungen zum Thema Erhalt von digitalen Daten in der Verwaltung aufklären und beraten zu lassen. 

In allen Verwaltungen sind sie mittlerweile nicht mehr wegzudenken: die Office-Produkte, Emails oder Datenbanken, mit denen zeitgemäße Verwaltungsarbeit bestritten wird. So verbreitet der Einsatz moderner Kommunikationsmedien auch ist, deren dauerhafte Erhaltung steckt in vielen Behörden noch in den Kinderschuhen. So geht wertvolles Wissen für immer verloren. Dem entgegen zu wirken hat sich das Landeshauptarchiv Koblenz vorgenommen. In ihrem Vortrag sensibilisierte Frau Dr. Beate Dorfey, stellvertretende Leiterin des Landeshauptarchivs, die anwesenden Behördenvertreter für die Probleme und beleuchtete mögliche Wege aus der Misere. Neben technischen Lösungen wie langzeitfähige Dateiformate spielen aber vor allem organisatorische Regelungen eine weitaus größere Rolle, als den meisten Anwesenden bewusst war. Dabei arbeiten Behörden und Archive Hand in Hand. Um sicherzustellen, dass auch die digitalen Daten der Verwaltung ebenso wie Pergament-Urkunden oder Papierakten für die nachfolgenden Generationen erhalten und nutzbar bleiben, baut das Landeshauptarchiv Koblenz zur Zeit ein landesweites Digitales Magazin auf, das diese Daten künftig aufnehmen wird.

Kontakt:

Dr. Beate Dorfey, b.dorfey(at)landeshauptarchiv.de, Tel. 0261/9129-103

 

 

"Stadtführer Koblenz. Auf den Spuren des Nationalsozialismus"

Stadtführer Koblenz. Auf den Spuren des Nationalsozialismus

Wo residierte in Koblenz eigentlich der Gauleiter der NSDAP? Wer war überhaupt Oberbürgermeister? Wo hatte die Gestapo ihren Sitz? Wo war die jüdische Synagoge und wurde sie in der Reichspogromnacht in Brand gesteckt? Auf diese und viele andere Fragen gibt der neue Stadtführer Antworten. Herausgegeben von Stadtarchiv und Landeshauptarchiv rücken die beiden Autorinnen Beate Dorfey und Petra Weiß nicht nur die Orte des Geschehens in Koblenz während der NS-Zeit in den Mittelpunkt, sondern auch die Täter und ihre Opfer. In handlichem Taschenformat werden 30 Stationen vorgestellt, übersichtlich präsentiert auf einem historischen und einemaktuellem Stadtplan, die zu einem Stadtrundgang einladen, der individuell zusammengestellt werden kann. Ausgewähltes Bildmaterial ergänzt die Informationen, eine Chronologie gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse. Außerdem werden die sogenannten Judenhäuser aufgelistet und eine Karte zeigt die ?Hoheitsgebiete? der 15 Koblenzer NSDAP-Ortsgruppen. Zum Schluss bietet die Literaturauswahl einen Ansatz für eine vertiefende Lektüre.

 

 

 

Depositalvertrag zwischen der Stiftung Staatliches Görres-Gymnasium und dem Landeshauptarchiv Koblenz

Die Stiftung Staatliches Görres-Gymnasium und das Landeshauptarchiv Koblenz intensivierten ihre langjährige Zusammenarbeit am 24. Oktober 2012, 11.00 Uhr durch die Unterzeichnung eines Depositalvertrages.

Die Stiftung Staatliches Görres-Gymnasium zu Koblenz übergibt dem Landeshauptarchiv Koblenz 20 wertvolle mittelalterliche Handschriften aus dem sog. Altbestand der Bibliothek. Das Eigentum bleibt bei der Stiftung. Im Rahmen eines Depositalvertrags, den Oberstudiendirektorin Gudrun Paul und Direktorin Dr. Elsbeth Andre am 24. Oktober 2012, um 11. 00 Uhr in den Räumen des Landeshauptarchivs Koblenz Karmeliterstraße 1/3 unterzeichneten, übernimmt das Landeshauptarchiv die Aufbewahrung der Handschriften und ermöglicht ihre öffentliche Nutzung. Beide setzen damit eine langjährige Zusammenarbeit fort, denn der größte Teil der bedeutenden Handschriftensammlung des Gymnasiums, das mehrfach den Träger und Namen wechselte und bis auf das 1580 gegründete Jesuitenkolleg zurückgeht, liegt bereits seit dem 8. Oktober 1908 im königlichen Staatsarchiv, dem heutigen Landeshauptarchiv. Dieses verfügt über moderne Einrichtungen, um die kostbaren Bücher konservatorisch dauerhaft zu sichern und Dritten für die wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Die 20 wertvollen Codices bilden insofern eine Gruppe, als sie für den gottesdienstlichen Gebrauch in Klöstern und Stiften der Stadt und Region oder für das private Gebet bestimmt waren. Sie stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert, sind auf Pergament geschrieben und teils qualitätvoll mit Buchschmuck und Noten ausgestattet. Als besonders kostbar ragen drei Bände mit künstlerisch hervorragenden Buchmalereien heraus: eine Bibel aus dem Mainzer Kartäuserkloster mit angegliedertem Missale und Stundenbuch, ein niederländisches Stundenbuch und das Brevier des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg.

Notfallverbund Koblenz - Vertragsunterzeichnung

Am 5. November 2012, 18.00 Uhr findet im Landeshauptarchiv Koblenz die Vertragsunterzeichnung für den "Notfallverbund Koblenz? in Anwesenheit des OB der Stadt Koblenz, Herrn Prof. Dr. Hofmann-Göttig, durch die Vertreter der beteiligten Kultureinrichtungen statt. 

Bund, Land und Stadt verwahren in Koblenz ein kulturelles Erbe von überregionaler Bedeutung. Angesichts einer möglichen Bedrohung dieses einzigartigen Kulturgutes durch außergewöhnliche Notfälle, wie sie bei dem Kölner Archiveinsturz im Frühjahr 2009 traurige Realität geworden sind, gibt es in Koblenz seit Herbst 2010 Bestrebungen, einen ?Notfallverbund Koblenz? zu errichten. An dem Notfallverbund sind das Bundesarchiv mit dem Standort Koblenz, das Landesbibliothekszentrum mit dem Standort Rheinische Landesbibliothek Koblenz, das Landeshauptarchiv Koblenz sowie seitens der Stadt Koblenz das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek beteiligt.

Ziel des Notfallverbundes ist es, dass die beteiligten Einrichtungen im schwerwiegenden Not- und Katastrophenfall ihre personellen und sachlichen Ressourcen bündeln, um die zum Schutz des Kulturgutes zu leistenden Aufgaben in gegenseitiger Unterstützung zu bewältigen. Neben der Bereitstellung von Hilfskräften wird sich die logistische Hilfe dabei insbesondere auf die Auslagerung geschädigten Kulturgutes in Ausweichquartiere, die Beschaffung benötigter Materialien und gegebenenfalls die Suche und Bereitstellung von geeigneten Kühlflächen im Vorfeld von Maßnahmen der Gefriertrocknung erstrecken.

Unter Federführung des Landeshauptarchivs Koblenz hat eine Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der beteiligten Einrichtungen zusammensetzt, ein entsprechendes Vertragswerk ausgearbeitet, das

am 5. November 2012, 18.00 Uhr im Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstraße 1/3

offiziell in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Koblenz, Herrn Prof. Dr. Hofmann-Göttig, von den Vertretern der beteiligten lnstitutionen unterzeichnet wird.

Aus Anlass dieser Vertragsunterzeichnung wird in den Räumen des Landeshauptarchivs Koblenz eine Ausstellung gezeigt, die die Entstehung und Bedeutung des ?Notfallverbundes? dokumentiert. Die Ausstellung ist vom 5. November 2012 bis zum 1. Februar 2013 zu besichtigen.

Kontakt: Dr. Christine Goebel, Landeshauptarchiv Koblenz, Tel. 0261/9129-117, c.goebel@landeshauptarchriv.de

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