Blüten aus dem Schützengraben

Wie kleine Frühblüher von der Westfront im Ersten Weltkrieg als Botschaft nach Andernach kamen, zeigt der fertig bearbeitete Bestand 700,376 "Nachlass Familie Josef Frings, Andernach". Der Sohn Frings (genannt "Toni") schrieb von 1916 bis zu seiner Gefangenschaft durch die Amerikaner im November 1918 zahlreiche Feldpostbriefe und -karten, die einen Einblick in das Leben im Schützengraben geben. Sie zeigen zudem den schmalen Grat zwischen schweren Kampfeshandlungen und der Sinnlosigkeit des Krieges mit der Sehnsucht nach Frieden. Nicht nur die Dichte der Briefüberlieferung verschiedenster Korrepondenzpartner ist an diesem Bestand bemerkenswert, sondern auch Bleistiftskizzen und farbige Zeichnungen des Soldaten Heinrich Dahr auf Feldpostkarten.

Auch 100 Jahre nach dem Krieg sind die Erzählungen der jungen Männer noch wichtige Zeugnisse der Wahrnehmung des Kriegsgeschehens an der Westfront und bereichern durch die individuellen Zeichnungen, Fotos, Blütenbotschaften und Briefe die Überlieferung des Landeshauptarchivs.    

Nach oben