Ludwig Erhard (1897-1977)

1929-44 war Erhard an der Handelshochschule in Nürnberg tätig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beriet Erhard die amerikanische Besatzungsmacht in wirtschaftspolitischen Fragen. 1945-46 war er bayerischer Wirtschaftsminister, danach Leiter der Sonderstelle Geld und Kredit, die im Auftrag der amerikanischen und britischen Besatzungsmacht eine Währungsreform vorbereitete. Als Direktor der Wirtschaftsverwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes erklärte er am Tag der Währungsreform am 20.06. 1948, gegen den Willen der Besatzungsmächte das Ende der Zwangswirtschaft. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde Erhard Minister des Bundes. Der von ihm eingeleitete wirtschaftliche Aufschwung begründete seinen Ruf als Vater des Wirtschaftswunders. Am 16. 10. 1963 wurde er zum Bundeskanzler gewählt. Nachdem im Oktober 1966 die Regierungskoalition aus CDU und FDP zerbrochen war und eine große Koalition mit der SPD angestrebt wurde, trat Erhard als Bundeskanzler zurück.

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