Gustav Stresemann (1878-1929)

Nationalökonom. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs beteiligte sich Stresemann maßgeblich an der Gründung der Deutschen Volkspartei (DVP), die er als Vorsitzender von 1918 bis 1929 führte. In seiner Funktion als Außenminister, die er von 1923 bis zu seinem Tod innehatte, legte er mit die Grundlagen der Gesundung der Reichsfinanzen, einer neuen Währungsordnung und für eine Politik der Verständigung mit den Siegermächten des Ersten Weltkrieges. Stresemann versuchte mit seiner Politik des Dialogs vor allem gegenüber Frankreich eine Annäherung, eine Revision des Versailler-Vertrages und eine vorzeitige Räumung des Rheinlandes zu erreichen. Nach dem Dawesplan bildeten die Locarnoverträge und der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund 1926 die Höhepunkte seiner Politik. Mit dem französischen Außenminister Briand erhielt Stresemann 1926 den Friedensnobelpreis.. Auf der 1. Haager Konferenz 1929 erreichte Stresemann die Zusage, daß nach Annahme des Youngplanes das Rheinland vorzeitig geräumt werde.

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