Gründungskongreß der II. Internationale

Auf dem Gründungskongreß der II. Internationale vom 14. bis 20. Juli 1898 in Paris wurde ein Zusammenschluß selbständiger nationaler Arbeiterparteien und <NOBR>-verbände</NOBR> gegründet. Diese Dachorganisation bestand zuerst nur in Form der alle zwei bis vier Jahre zusammentretenden Kongresse. 1900 wurde das "Internationale Sozialistische Bureau" (ISB) gegründet, das die Ausführung der Kongreßbeschlüsse, die Aufrechterhaltung der Verbindungen in der Zeit zwischen den Kongressen und deren Vorbereitung gewährleisten sollte. Neben dem Anspruch der internationalen Zusammengehörigkeit der Arbeiterklasse gaben Fragen nach Möglichkeiten zur Verbesserung von Arbeits- und Lebensverhältnissen, nach geeigneten Mitteln des gewerkschaftlichen und politischen Kampfes und das Verhältnis zu bürgerlichen Parteien und Regierungen den Anstoß zur Neugründung der Internationale. Das Erfurter Programm der deutschen Sozialdemokratie (1891) hatte für die II. Internationale richtungsweisenden Charakter.

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