Friedrich List (1789-1846)

1817 Professor der Staatswirtschaft und Staatspraxis in Tübingen. 1819 Gründungsmitglied des "Deutschen Handels und Gewerbevereins". Trat für die Aufhebung der Zollschranken innerhalb des Deutschen Bundes und für einen gemäßigten Schutzzoll ein. Nach einer Festungshaft wegen "staatsfeindlicher Aufreizung" und der Auswanderung nach Amerika kehrte List 1832 als amerikanischer Konsul nach Deutschland zurück und trat in zahlreichen Schriften für die Schaffung eines deutschen Eisenbahnnetzes ein. Die daraufhin gegründete Leipzig-Dresdener Eisenbahn erbrachte List nicht die erhoffte sichere Stelleung. 1837 ging er nach Paris, wo er wie später in Augsburg in ärmlichen Verhältnissen als Schriftsteller lebte. Seine wirtschafts- und verkehrspolitisch bedeutsamsten Werke sind: Über ein sächsisches Eisenbahn-System als Grundlage eines allgemeinen deutschen Eisenbahn-Systems, Stuttgart 1830" und "Das nationale System der politischen Ökonomie, Stuttgart/Tübingen 1941

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